Solidarität mit den Protesten in der Türkei, Brasilien, Ägypten…

Gegen Polizeigewalt und Fremdbestimmung – in Istanbul und überall!

Seit über zwei Wochen hält der Protest gegen Polizeigewalt und die Autoritäre Regierung Erdogan’s in der Türkei schon an. Es begann damit, dass einige Menschen eine der letzten grünen, unkommerziellen Flächen (den Gezi Park) in Istanbul besetzten. Mit dieser Aktion wollten sie den Bau eines weiteren kapitalistischen Großprojekts (Einkaufszentrum) verhindern. Als die Polizei die Demonstrierenden angriff und ihre Zelte verbrannte, folgte eine Beispiellose Welle der Solidarität, in Folge derer mehrere Hunderttausende für ihre Freiheit auf die Straßen gingen und den Rücktritt der konservativen, faschistoiden Regierung sowie ein Ende der Polizeigewalt forderten. Die Regierung antwortete mit verschärfter Repression und Einschüchterung (Tränengas, Wasserwerfer, Festnahme von über Twitter-usern und Ärzten, Zensur der Medien, mindestens 4 Tote seit beginn der Proteste, etc.).

Doch nicht nur in der Türkei gibt es Polizeigewalt und staatliche Willkür…

Wo auch immer auf der Welt sich Menschen gegen die Pläne von Regierungen oder das ungerechte kapitalistische System auflehnen, antworten „die Mächtigen“ mit Drohungen, Gewalt und Gefängnis. Einige Beispiele dafür finden sich in der überzogenen Repression gegen Aktivist_innen, Kinder und ältere Bürger bei den Protesten gegen das Großbauprojekt „Stuttgart 21“, die kapitalismuskritischen Blockupy-Proteste in Frankfurt, oder auch bei der aktuellen Polizeigewalt in Brasilien.
Es ist wichtig zu sehen, dass „unsere“ Polizei oder Regierung nicht wirklich „netter“ oder wesentlich demokratischer ist als in der Türkei. Auf Demonstrationen gegen Faschismus, Atomkraft oder Mietsteigerungen werden regelmäßig Wasserwerfer, Tänengas und Knüppel eingesetzt. Wenn es uns in den Kopf kommt, die Entscheidungen des Großkapitals, oder dessen Eigentum (z.B. Wohnraum) ernsthaft in Frage zu stellen und Widerstand zu leisten, bekommen wir sehr schnell die ganze Härte des Gesetzes zu spüren. Und auch im Alltag machen viele Menschen rassistische, sexistische und andere diskriminierende Erfahrungen durch Teile der (Deutschen) Polizei…

Überall ist Taksim, überall ist Widerstand!